Götterkinder (3) : Im Flammenmeer

Götterkinder (3) : Im Flammenmeer

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Overview

Gebannt erwarten die vier Götter von Dhrall, welche ihrer Domänen die böse Vlagh als nächstes attackieren wird. Es kommt zum Streit und sogar zu einem unfassbaren Verrat, der das ganze Land ins Verderben zu stürzen droht ...



Product Details

ISBN-13: 9783641026776
Publisher: E-Books der Verlagsgruppe Random House GmbH
Publication date: 07/27/2009
Sold by: Bookwire
Format: NOOK Book
File size: 826 KB

About the Author

David Eddings (1931-2009) published his first novel, High Hunt, in 1973, before turning to the field of fantasy with Pawn of Prophecy —the first book in his bestselling series, The Belgariad. With his wife Leigh, he authored several epic fantasy novel series, including The Malloreon, The Elenium, The Tamuli and The Dreamers.

Read an Excerpt

So sind wir nun beschämt, denn auch unsere Wanderung ins Land der längeren Sommer endete in einem Desaster. Die Menschenwesen dieser Region erwiesen sich als noch grausamer als diejenigen, denen wir im Lande des Sonnenuntergangs begegneten, und unser geliebtes Vlagh schrie auf in höchster Pein, während wir es rasch von dem weiten Wasser forttrugen, welches sich mehr und mehr ausdehnte mit jedem Vorüberziehen dessen, was Licht in das Reich bringt.
Denn siehe, die Menschenwesen aus dem Land der längeren Sommer überschwemmten uns mit Wasser, ebenso wie die Menschenwesen aus dem Land des Sonnenuntergangs uns mit dem heißen Licht überspült hatten, das aus den Bergen sprühte. Und der Verlust an Dienern unseres geliebten Vlagh nahm größere Ausmaße an als im Land des Sonnenuntergangs.
Der Überverstand, an dem wir alle teilhaben, schrumpfte aufgrund dieses Verlustes, denn wir alle wurden weniger.
Und unser Leid war groß.

Diejenigen von uns, die Wissen suchen, unterscheiden sich sehr von denen, deren einzige Aufgabe darin besteht, für die Mutter zu sorgen, die uns alle hervorgebracht hat, da wir weit in die Lande der Menschenwesen vorgedrungen sind und vieles gesehen haben, was sich als nützlich erweisen könnte.
Viel haben wir im Land der Gedanken entdeckt, und wahrheitsgetreu präsentieren wir es der Mutter, die uns hervorgebracht hat, und der Überverstand nimmt Anteil an dem, was wir der Mutter berichten.
Zunächst zeigte sich der Überverstand, der uns alle führt, verwirrt angesichts dessen, was wir herausgefunden hatten. Entsetzen befiel den Überverstand, als er nach unseren Schilderungen begriff, dass die Menschenwesen auch dann Aufgaben ausführen können, wenn sie nicht unter der Kontrolle anderer Gedanken als ihrer eigenen stehen. Furchtbarer noch war das Wissen, dass diese Menschenwesen, die uns wieder und wieder besiegt hatten, Lebendgebärende sind und nicht, wie wir, Eier legen. Wahrlich, diese Menschenwesen stellen eine Abscheulichkeit dar, deren Existenz nicht länger erlaubt sein sollte, denn, wie alle Welt weiß, sollten Lebendgebärende keine andere Aufgabe haben, als sich mit denen zu paaren, welche die Eier legen, welche wiederum die Anzahl der Diener derjenigen erhöhen, die sie alle hervorgebracht hat.
Diese Menschenwesen verfügen über eine weitere Eigenheit. Sie erzeugen Laute, mit denen sie anderen eine Art Informationen übermitteln können. Manche derjenigen, die Wissen suchen, haben diese Laute nachgeahmt, aber sie entdeckten bald, dass die Menschenwesen häufig Laute erzeugen, die nicht stimmen. Und es wurde uns eines klar: Wenn die Menschenwesen keine Möglichkeit haben, zu unterscheiden, welche Laute wahr und welche unwahr sind, könnten wir auch unwahre Laute machen, und dadurch könnten wir die Wahrheit vor den Menschenwesen verbergen, was uns zu einem großen Vorteil verhelfen würde.
Wie wir sehr zum Leid des Überverstandes erfahren haben, verfügen die Menschenwesen über viele Stöcke mit Zähnen, mit denen sie bei den Dienern des Vlagh Schmerzen - und sogar unseren Tod - verursachen können, aber diese Stöcke mit Zähnen sind nicht Teil ihres eigenen Körpers, sondern von ihm getrennt und können leicht von denjenigen davongetragen werden, die unserem geliebten Vlagh dienen, und der Überverstand in seiner Weisheit hat uns geraten, diese Stöcke mit Zähnen zu sammeln, die von vielen Menschenwesen getragen wurden, die in den Kämpfen mit uns gestorben sind.
Aber dann fiel dem Überverstand auf, dass uns noch das mächtigste dieser Dinge, die töten, fehlte, und das ist das Ding, das flackert und Wolken auf dem Boden oder oben am Himmel erzeugt. Und als der Überverstand begriff, dass dieses Ding flackert und Licht aussendet und Wolken erzeugt, die sich nahe dem Boden oder weit oben am Himmel befinden, erfuhren wir alle davon, und wir waren alle der Ansicht, dieses Ding, das flackert und Licht aussendet, sei das beste der Dinge, die töten, denn wenn wir dieses Ding, das tötet, in unserem Besitz hätten, könnten wir viele Menschenwesen aus der Ferne töten, und dann könnten uns die Stöcke mit Zähnen der Menschenwesen nicht mehr erreichen.
Doch obwohl wir weit und breit suchten, fanden wir keines dieser Dinge, die flackern und Licht aussenden, und wieder waren wir beschämt.
Schließlich kam der Überverstand auf die Idee, wir sollten nicht nach dem Flackern oder dem Licht suchen, sondern nach den Wolken, die nahe dem Boden liegen oder oben am Himmel schweben, suchen, denn diese Wolken seien ja ein sicheres Zeichen dafür, dass das Ding, das flackert und Licht aussendet, sich nahe der Quelle dieser Wolken befindet.
Und viele Wolken, die aus den Nestern der Menschenwesen aufstiegen, suchten wir auf, doch wagten wir es nicht, diese Nester zu betreten, denn die Menschenwesen, die dort leben, haben viele Stöcke mit Zähnen und würden, sollten sie uns in der Nähe ihrer Nester sehen, gewiss ihre Stöcke mit Zähnen durch die Luft schleudern und uns alle töten.
Aber dann erfuhren diejenigen von uns, die Wissen über die
Menschenwesen im Lande der längeren Sommer gesucht hatten, dass die Menschenwesen häufig eine bestimmte Art von niedrigem Baum verwendet hatten, um uns von ihren Dingen-zum-Essen zu vertreiben, denn die niedrigen Wolken, die diesem besonderen Baum entströmen, machen es uns schwer, zu atmen, und im Verlaufe vieler Perioden von Licht und Dunkelheit waren viele von unserer Art gestorben, weil sie nicht mehr atmen konnten.
Und so geschah es, dass viele Sucher des Wissens das neue Wasser, das vielen Dienern unseres Vlagh den Tod gebracht hatte, umrundeten und nach einem niedrigen Baum suchten, der die Wolken hervorbrachte, die das Atmen schwierig machten. Und nach langer Suche sahen sie eine dünne, dunkle Wolke, die von einem einzigen niedrigen Baum aufstieg. Vorsichtig gruben sie sich durch die Erde zu dem niedrigen Baum heran, um die Glieder loszumachen, die er in den Boden gestreckt hatte, damit er sich halten konnte, und als der niedrige Baum sich nicht mehr festkrallen konnte, brachten sie ihn aus dem Land der längeren Sommer mit. Und jetzt hatten wir das, was flackert und Licht aussendet - aber nur ein Einziges.
Es dämmerte dem Überverstand, dass wir viele dieser Flackerdinge, die Licht aussenden, haben sollten.

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