From Ashes - Herzleuchten: Liebesroman

From Ashes - Herzleuchten: Liebesroman

by Molly McAdams, Justine Kapeller

NOOK Book(eBook)

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Overview

Cassidy Jameson hatte eine schwere Kindheit. Der einzige Mensch, dem sie in all den Jahren vertraut hat, ist ihr bester Freund Tyler. Er war immer für sie da und nimmt sie schließlich mit nach Texas, als er dort sein Studium beginnt. Für Cassidy beginnt ein neues Leben: in einer Wohngemeinschaft mit Tyler und seinem Cousin Gage. Nicht ganz leicht, mit zwei gut aussehenden Männern zusammenzuwohnen, die ihren Beschützerinstinkt voll ausleben … »From Ashes nimmt uns nach einem furiosen Start mit auf eine spannende Reise durch die Höhen und Tiefen einer wundervoll gesponnenen Liebesgeschichte - mitreißend und bezaubernd.« Jennifer L. Armentrout

Product Details

ISBN-13: 9783955768799
Publisher: MIRA Taschenbuch
Publication date: 11/05/2018
Sold by: Readbox
Format: NOOK Book
Pages: 464
Sales rank: 862,660
File size: 3 MB

About the Author

Molly McAdams wuchs in Kalifornien auf. Heute lebt sie mit ihrem Ehemann und ihren vierbeinigen Hausgenossen in Texas. Wenn sie nicht gerade an ihren erfolgreichen Romanen schreibt, reist sie gern und unternimmt lange Strandspaziergänge. Aber am liebsten kuschelt sie sich daheim auf die Couch, schaut Filme und zitiert aus Blockbustern.

Read an Excerpt

CHAPTER 1

Cassidy

»Kennst du überhaupt irgendjemanden, der dabei ist, Ty?«

»Nur Gage. Aber das ist gut, so lernen wir gleich neue Leute kennen.«

Ich grummelte vor mich hin. Ich war nicht gut darin, neue Freunde zu finden. Die meisten verstanden nicht, warum ich immer in Tylers Nähe sein musste, und wenn ich mit blauen Flecken oder genähten Wunden auftauchte, nahmen alle sofort an, dass ich mich entweder selbst verletzte oder dass Tyler mich misshandelte. Natürlich war das nicht ihre Schuld – wir gingen nie darauf ein, sodass die Gerüchte sich rasend schnell verbreiteten.

»Cassi, niemand wird etwas von deiner Vergangenheit wissen, deine letzten blauen Flecke sind in ein paar Wochen abgeklungen, und du bist jetzt da raus. Außerdem gefällt es mir nicht, dass du niemanden sonst hast. Glaub mir, ich verstehe es, aber es gefällt mir nicht, um deinetwillen. Du brauchst mehr Menschen in deinem Leben.«

»Ich weiß.« Instinktiv schlang ich die Arme um mich und verdeckte einige der Stellen, wo sich die blauen Flecke befanden. Gott sei Dank waren gerade keine sichtbar, wenn ich mich nicht bis auf die Unterwäsche auszog, aber von meinen Narben konnte man nicht das Gleiche behaupten. Wenigstens waren Narben bei Menschen etwas Normales, und die schlimmsten von ihnen lagen unter meiner Kleidung verborgen, also wirkte es nur so, als würde ich zu Unfällen neigen.

»Hey.« Tyler nahm eine meiner Hände und zog sie von meiner Seite. »Es ist vorbei, es wird nie wieder passieren. Und ich bin immer für dich da, ob du neue Freunde findest oder nicht. Ich bin da. Aber versuch es wenigstens. Das ist deine Chance, ein neues Leben anzufangen – steht dafür nicht auch dieser Lieblingsvogel von dir?«

»Der Phönix ist kein echter Vogel, Ty.«

»Ist doch egal, er ist dein Lieblingstier. Und steht er nicht dafür? Neuanfänge?«

»Wiedergeburt und Erneuerung«, murmelte ich.

»Ja, ist doch das Gleiche. Sie sterben, nur um wiederzukommen und ein neues Leben anzufangen, oder nicht? Und jetzt fangen wir ein neues Leben an, Cass.« Er schüttelte leicht den Kopf, und sein Gesichtsausdruck wurde vollkommen ernst. »Aber nicht, dass du mir spontan Feuer fängst und stirbst. Ich liebe dich zu sehr, und Feuer wäre auch nicht gut für die Ledersitze.«

Ich lachte schnaufend und stieß ihn mit der freien Hand gegen die Schulter. »Du bist so ein Mistkerl, Ty. Schön, wie du den liebevollen Augenblick, den wir da hatten, kaputt machst.«

Er lachte laut. »Aber im Ernst ...« Er küsste mich auf die Hand, sah mir dann in die Augen und hielt meinen Blick ein paar Sekunden fest, ehe er wieder auf die Straße sah, »... ein neues Leben, Cassi, und das fängt jetzt gerade an.«

Tyler und ich hatten keine romantische Beziehung, aber wir hatten eine Beziehung, die selbst Menschen, mit denen wir groß geworden waren, nicht verstanden.

Wir waren nur ein Haus voneinander getrennt aufgewachsen, in einer CountryClub-Nachbarschaft. Unsere Väter waren beide Ärzte, unsere Mütter gehörten zu der Art Frauen, die zu Hause bei den Kindern bleibt und die Nachmittage damit verbringt, im Club zu tratschen und Martinis zu trinken. An meinem sechsten Geburtstag starb mein Dad an einem Herzinfarkt – ausgerechnet, als er bei der Arbeit war. Jetzt, wo ich älter bin, verstehe ich nicht, warum ihn niemand retten konnte. Er hatte doch in der Notaufnahme gearbeitet, Herrgott noch mal, und da konnte ihm niemand helfen? Aber damals hatte ich nur gewusst, dass mein Held nicht mehr bei mir war.

Dad arbeitete lange, aber ich war seine Prinzessin, und wenn er zu Hause war, gab es nur noch uns beide. Für mich trug er Krönchen und Federboas, um mit mir Teestunde zu spielen. Er kannte die Namen von all meinen Kuscheltieren und redete mit ihnen, als würden sie ihm antworten, und immer war er es, der mir abends noch eine Geschichte erzählte. Meine Mom war großartig, aber sie wusste, dass wir beide eine besondere Beziehung hatten, also blieb sie immer im Türrahmen stehen und sah uns lächelnd zu. Jedes Mal, wenn ich mir wehtat und er bei der Arbeit war, machte Mom ein großes Aufheben darum, dass sie nichts dagegen tun konnte und ich um mein Leben bangen musste, bis Dad nach Hause kam. Sie musste ihn dann angerufen haben, denn er kam nach Hause gerannt, als würde ich im Sterben liegen – auch wenn ich fast immer nur einen Kratzer hatte –, hob mich hoch, klebte mir ein Pflaster dorthin, wo es wehtat, und wie durch ein Wunder waren die Schmerzen verschwunden. Wie gesagt, mein Dad war mein Held. Jedes kleine Mädchen sollte so einen Dad haben. Aber jetzt hatte ich von ihm außer kostbaren Erinnerungen nur noch seine Liebe zum Phönix. Mom hatte zugelassen, dass Dad sich austobte und den großen Umriss eines Phönix direkt über mein Bett malte, als ich in den Kindergarten kam, ein Bild, das immer noch dort war, auch wenn Mom ständig damit drohte, es zu übermalen. Und obwohl ich versucht hatte, einen Ring zu behalten, den er fast sein ganzes Erwachsenenleben lang getragen hatte und auf dem sich ebenfalls ein Phönix befand, hatte Mom ihn kurz nach seinem Tod gefunden und versteckt, und seitdem hatte ich ihn nicht mehr gesehen.

Nachdem Dad gestorben war, begann meine Mom, zwanghaft zu trinken. In ihrem Morgenkaffee war Rum, um zehn Uhr morgens mixte sie die ersten Margaritas, nachmittags ging sie wie immer zum Martinitrinken in den Club, und wenn ich aus der Schule nach Hause kam, trank sie Scotch oder Wodka direkt aus der Flasche. Für ihre Freundinnen hatte sie noch Zeit, aber sie hörte auf, mich rechtzeitig für die Schule aufzuwecken, hörte auf, mir Essen zu machen, vergaß, mich von der Schule abzuholen – im Grunde vergaß sie, dass ich überhaupt existierte. Nach dem ersten Tag, an dem sie mich in der Schule vergessen hatte, und nachdem sie am Tag darauf nicht aufgetaucht war, weil sie ihr Zimmer nicht verlassen wollte, fing Tylers Mom, Stephanie, an, mich zur Schule zu bringen und wieder abzuholen, ohne ein weiteres Wort darüber zu verlieren. Sie wusste, dass meine Mom trauerte, nur nicht wie sehr.

Nachdem ich eine Woche lang nichts Sauberes zum Anziehen hatte, und nach einigen gescheiterten ersten Anläufen fing ich an, meine Wäsche selber zu waschen, ich versuchte, mir die Hausaufgaben selbst zu erklären, und ich schmierte Sandwiches mit Erdnussbutter und Marmelade für uns beide, ihres stellte ich ihr immer vor die Schlafzimmertür. Fast ein Jahr nach Dads Tod tauchte auf einmal Jeff auf. Er war reich, leitete irgendeine große Firma – sein Nachname tauchte in Mission Viejo, meiner kalifornischen Heimatstadt, überall auf –, aber bis zu dem Tag hatte ich ihn noch nie gesehen oder von ihm gehört. Eines Tages setzte Stephanie mich zu Hause ab, und er war eingezogen, Mom war bereits mit ihm verheiratet.

In der gleichen Nacht wurde ich zum ersten Mal geschlagen, und das von meiner eigenen Mutter. Meine liebe, zärtliche Mutter, die nicht einmal eine Spinne umbringen konnte, geschweige denn ihrer Tochter einen Klaps geben, wenn sie sich schlecht benommen hatte, schlug mich. Ich fragte, wer Jeff war und warum er wollte, dass ich Dad zu ihm sagte, und meine Mutter schlug mir mit der neuen Flasche Scotch, die sie gerade zu öffnen versucht hatte, auf den Rücken. Sie zerbrach nicht, aber ich hatte einen übel aussehenden blauen Fleck. Von da an verging kein Tag, an dem einer von beiden mir nicht eine Verletzung zufügte. Normalerweise mit Fäusten oder Handflächen, und ich begann mich darüber zu freuen, denn wenn sie anfingen, mit Kaffeebechern, Trinkgläsern oder Lampen zu werfen, oder wenn Mom ihre Absatzschuhe auszog und mir mit der Spitze des Stiletto-Absatzes mehrmals auf den Kopf schlug ... dann wusste ich nicht, ob ich den nächsten Tag noch erleben würde. Ungefähr eine Woche nach dem ersten Schlag wurde ich zum ersten Mal mit Jeffs Steckschlüssel verprügelt, und das war auch die erste Nacht, in der ich mein Fenster öffnete, das Fliegengitter abnahm und mich an Tylers Fenster schlich. Mit sieben Jahren half er mir in sein Zimmer, gab mir einen von seinen Schlafanzügen, weil meiner mit Blut getränkt war, und hielt meine Hand, während wir auf seinem Bett einschliefen.

Während der letzten elf Jahre hatte Tyler mich angefleht, seinen Eltern erzählen zu dürfen, was los war, aber das konnte ich nicht zulassen. Wenn Tyler es ihnen erzählte, dann würden sie jemanden verständigen, und ich wusste, dann würde man mich von Tyler trennen. Mein Held war gestorben, und die Mutter, die ich geliebt hatte, war in einer Flasche verschwunden – auf keinen Fall würde ich zulassen, dass mir jemand auch noch Ty wegnahm. Ich hatte ihn davon nur überzeugen können, indem ich mich bereit erklärte, dass alle Versprechen nichtig waren, sollte er mich bewusstlos vorfinden, dann konnte er es erzählen, wem er wollte. Aber damit bewahrte nur Tyler Stillschweigen, an die Nachbarn hatten wir nicht gedacht ...

Nach den ersten drei Jahren des Missbrauchs hörte ich auf, mich jede Nacht zu Tyler nach Hause zu schleichen. Ich ging nur noch an den Abenden zu ihm, an denen ich mit etwas anderem als Körperteilen geschlagen wurde. Aber Tyler wartete auf mich, egal was war. Er bewahrte in seinem Zimmer ein Erste-Hilfe-Set auf und säuberte und verband alles, was er konnte. Wir klebten Klammerpflaster auf beinahe alle Schnittwunden, aber dreimal zwang er mich doch, etwas nähen zu lassen. Wir erzählten seinem Dad jedes Mal, dass ich draußen beim Laufen über etwas gestolpert war. Ich bin nicht naiv, ich weiß, dass sein Dad mir nicht glaubte – besonders, weil ich nie laufen ging und mich nur für Sport interessierte, wenn er auf Tylers Fernseher lief –, aber wir achteten immer darauf, meine blauen Flecke vor ihm zu verstecken, und er versuchte nicht einmal herauszufinden, woher die Schnittwunden wirklich kamen. Ich saß an ihrem Küchentisch und ließ mich von ihm nähen, und sie verabschiedeten mich an der Haustür, wenn sie sich sicher waren, dass es mir gut ging, und dann wartete Tyler an seinem offenen Fenster, sobald ich um das Haus herumgegangen war. Jede Nacht hatte er Sachen bereitliegen, in denen ich schlafen konnte, und jede Nacht hielt er meine Hand und schmiegte seinen Körper an meinen, bis wir einschliefen.

Wenn Tyler mich also auf die Stirn, die Wange oder die Hand küsste, bedeutete das nie etwas Romantisches. Er tröstete mich nur auf die gleiche Weise, wie er es tat, seit wir Kinder waren.

»Cassi? Habe ich dich verloren?« Tyler wedelte mit der Hand vor meinem Gesicht.

»Tut mir leid. Leben, Neuanfang, Freunde. Ja, das, äh – das wird – ich muss ... Freunde.« Ich bin mir sicher, irgendwo in diesem Satz lag ein Sinn.

Ty lachte und drückte mein Knie. Nach ein paar Minuten des Schweigens wechselte er Gott sei Dank das Thema. »Also, was sagst du zu der Wohnung?«

»Sie ist toll. Bist du sicher, dass ich bei dir wohnen soll? Ich kann mir was Eigenes suchen oder auf dem Sofa schlafen ...« Meine eigene Wohnung? Das war so weit hergeholt, dass es beinahe lustig war. Ich besaß nicht einmal einhundert Dollar.

»Auf keinen Fall, ich teile seit elf Jahren mein Bett mit dir, daran will ich jetzt auch nichts ändern.«

»Ty, aber was, wenn du eine Freundin hast? Willst du der wirklich erklären, warum ich bei dir wohne? Warum wir uns eine Kommode, einen Schrank, ein Bett teilen?«

Tyler sah mich eine Sekunde an, ehe er den Blick wieder auf die Straße richtete. Seine braunen Augen hatten sich verdunkelt, und seine Lippen waren zu einer festen Linie zusammengepresst. »Du bleibst bei mir, Cassi.«

Ich seufzte, sagte aber sonst nichts mehr. Wir hatten diesen Streit schon viele Male geführt. Jede Beziehung, die er je gehabt hatte, war letztendlich wegen mir in die Brüche gegangen, weil wir immer zusammen waren. Ich hasste es, dass ich seine Beziehungen kaputt machte, und immer, wenn er mit jemandem ausging, hörte ich sogar auf, in sein Zimmer zu kommen und seine Anrufe entgegenzunehmen, damit er sich stattdessen auf seine Freundin konzentrieren konnte. Das dauerte aber nie lange an. Er kam dann durch mein Fenster geklettert, hob mich aus dem Bett und trug mich zu sich nach Hause. Um meine Freunde mussten wir uns dabei nie Sorgen machen, weil ich noch nie einen gehabt hatte. So besitzergreifend wie Tyler war, versuchte keiner, mir irgendwie näherzukommen. Nicht, dass mich das störte – der einzige Mensch, für den ich je Gefühle gehabt hatte, war viel zu alt für mich und nur ein paar kurze Minuten Teil meines Lebens gewesen. Sobald ich ihn in der Tür hatte stehen sehen, fing mein Magen an zu flattern, und ich empfand diese merkwürdige Verbindung zu ihm, die ich bisher mit noch niemandem gespürt hatte, und auch nachdem er wieder gegangen war, träumte ich noch von seiner kühlen Eindringlichkeit und seinen hypnotisierenden blauen Augen. Ty wusste allerdings nichts von ihm, denn was würde das bringen? Ich war gerade erst sechzehn geworden, und er war ein Cop – ich wusste, dass ich ihn nie wiedersehen würde, und das hatte ich auch nicht. Und außerdem bereitete es mir Probleme, Männer, mit Ausnahme von meinem echten Dad und Ty, an mich heranzulassen, ob ich mich zu ihnen seltsam hingezogen fühlte oder nicht. Meine ohnehin schon zerrüttete Welt hatte sich völlig auf den Kopf gestellt, als ein neuer Mann unser Zuhause betreten hatte ... da musste man doch Probleme mit dem Vertrauen bekommen.

Tyler hatte sich entschieden, die University of Texas in Austin zu besuchen, wo sein Cousin Gage bereits studierte, der zwei Jahre älter war als wir. Ich hatte von Ty mit den Jahren viel von Gage und dessen Familie gehört, da er sein einziger Cousin war, und ich freute mich wirklich, dass er dorthin ging. Gage war wie ein Bruder für ihn, und Tyler hatte ihn seit ein paar Jahren nicht gesehen. Sich eine Wohnung mit ihm zu teilen würde Ty also guttun. Ich war mir nicht sicher, was ich tun würde, wenn Tyler nicht mehr bei mir war. Ich wusste nur, ich musste das Haus verlassen, in dem ich aufgewachsen war. Ich musste nur noch einen Monat durchhalten, dann war ich achtzehn und konnte verschwinden. Aber Tyler hatte, typisch Tyler, meine Zukunftspläne bereits für mich gemacht. Er kam durch mein Fenster gekrochen, befahl mir, meine Sachen zu packen, und ehe er mich in seinen Jeep verfrachtete, hatte er Mom und Jeff ganz genau erzählt, was er von ihnen hielt. Ich hatte keine Zeit, mir über die Konsequenzen Gedanken zu machen, denn ehe ich mich's versah, befanden wir uns auf dem Freeway in Richtung Texas. Wir brauchten für die Strecke etwas mehr als einen Tag, und jetzt, nachdem wir lange genug hier waren, um seinen Jeep ausgeladen und getrennt geduscht zu haben, waren wir auf dem Weg zu irgendeiner Feier am See, wo wir Gage und seine Freunde kennenlernen würden.

Gages Familie stammte nicht aus Austin. Ich wusste nicht, wo in Texas sie lebten, aber anscheinend besaßen sie eine Ranch. Nachdem ich das gehört hatte, musste ich mir auf die Innenseite der Wange beißen, um nicht weiter zu fragen, wie Gage so war. Ich begriff, dass wir jetzt in Texas waren, aber Austin hatte meine Vorstellung von Sandstraßen und Steppenläufern schon so weit übertroffen mit seinen Gebäuden in der Innenstadt und dem ganzen Grün. Ich wusste nicht, wie ich damit umgehen würde, mit einem echten Cowboy zu leben, in engen Wrangler-Jeans, mit einer großen Gürtelschnalle und einem Stetson, wie ich es aus Filmen und vom Rodeo kannte. Wahrscheinlich musste ich einfach jedes Mal anfangen zu lachen, wenn ich ihn sah.

Als wir an den See kamen und die neuen Leute trafen, atmete ich tief durch, um vergeblich zu versuchen, meine Nerven zu beruhigen. Ich traf nicht gerne neue Leute.

Tyler nahm mich an der Hand und drückte sie fest. »Ein Neuanfang, Cassi. Und ich bin direkt an deiner Seite.«

»Ich weiß. Ich schaffe das.« Er hielt seinen Jeep an, und ich nahm das sofort wieder zurück. Nix da. Nein, ich schaffe das nicht. Ich musste schnell überlegen, wo sich meine blauen Flecken befanden und ob sie auch wirklich von Kleidung verdeckt waren, auch wenn ich schon in der Wohnung genau nachgesehen hatte. Ich wollte einfach nicht, dass irgendwer hier wusste, was für eine Art Leben ich geführt hatte.

(Continues…)


Excerpted from "From Ashes – Herzleuchten"
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