Des Teufels Werk: Roman

Des Teufels Werk: Roman

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Overview

Connie Burns hat eine tief verletzte Seele, als sie sich in einem Dorf in Dorset einquartiert. Kurz zuvor war sie in die Hände des Killers John Harwood geraten, der sie drei Tage lang gefangen gehalten hatte. In der ländlichen Idylle hofft sie, diesen Alptraum vergessen zu können. Doch die Angst lässt sie nicht los: Wird Harwood, der sie abgrundtief hasst, ihre Spur aufnehmen? Connie ahnt, dass der Tag der Abrechnung bevorsteht – und gemeinsam mit ihrer Freundin Jess erwartet sie den ungebetenen Gast in ihrem einsam gelegenen Haus …

Product Details

ISBN-13: 9783641186388
Publisher: Goldmann Verlag
Publication date: 04/05/2016
Sold by: Bookwire
Format: NOOK Book
Pages: 445
File size: 3 MB

About the Author

Minette Walters arbeitete lange als Redakteurin in London, bevor sie Schriftstellerin wurde. Seit ihrem Debüt "Im Eishaus", das 1994 auf Deutsch veröffentlicht wurde, zählt sie zu den Lieblingsautoren von Millionen Leserinnen und Lesern in aller Welt. Alle ihre bisher erschienenen Romane wurden mit wichtigen Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Minette Walters lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Dorset, England.

Hometown:

Dorchester, Dorset, England

Date of Birth:

September 26, 1949

Place of Birth:

Bishop¿s Stortford, Hertfordshire, England

Education:

B.A. in French, Dunelm (Durham University), 1971

Read an Excerpt

Reuters
Mittwoch, 15. Mai 2002, 16.17 Uhr GMT, 17.17 Uhr UK Von Connie Burns, Freetown, Sierra Leone, Westafrika

Serie brutaler Morde
Nur vier Monate, nachdem Präsident Kabbah den blutigen Bürgerkrieg in Sierra Leone für beendet erklärt hat, bedroht eine Serie brutaler Morde den unsicheren Frieden in Freetown, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes. Die Polizei macht ehemalige Rebellensoldaten für die grausamen Bluttaten verantwortlich. Die Opfer, fünf Frauen, wurden in ihren Wohnungen vergewaltigt und mit Macheten verstümmelt.
Aus Regierungskreisen war gestern zu hören, die Grausamkeit der Morde lasse darauf schließen, dass die Rebellen ihre Hand im Spiel hätten. »Sierra Leone hat gerade ein Jahrzehnt blutiger Konflikte hinter sich, und die Polizei ist der Überzeugung, dass eine Gruppe von Regimegegnern für die Taten verantwortlich ist. Wir fordern alle auf, dem Blutvergießen ein Ende zu bereiten.«
Inspector Alan Collins von der Kriminalpolizei Manchester, der sich im Rahmen eines britischen Ausbildungsprojekts in Freetown aufhält, weist auf die Serienqualität der Morde hin. »Es ist im Augenblick schwer zu sagen, wie viele Personen in die Sache verwickelt sind, aber das gesicherte Spurenmaterial lässt vermuten, dass zwischen den Verbrechen ein Zusammenhang besteht. Wir haben es hier mit einer seelisch gestörten Person oder einer Gruppe zu tun, die im Krieg Gefallen am Töten gefunden hat. Vergewaltigung und Mord waren damals an der Tagesordnung, und Gewalt gegen Frauen hört nicht einfach auf, weil der Frieden erklärt wird.«
Reuters

Dienstag, 4. Juni 2002, 13.06 Uhr GMT, 14.06 Uhr UK Von Connie Burns, Freetown, Sierra Leone, Westafrika

Drei Verdächtige unter Anklage
Drei Jugendliche, ehemals Mitglieder der Kinderarmee der Revolutionary United Front (RUF) von Foday Sankoh, wurden gestern wegen Mordes an fünf Frauen angeklagt. Sie wurden festgenommen, nachdem sie versucht hatten, die 14-jährige Amie Jonah zu entführen. Ahmad Gberebana, 19, Johnny Bunumbu, 19, und Katema Momana, 18, wurden von Angehörigen des Opfers überwältigt, nachdem eine Nachbarin die Schreie des Mädchens gehört hatte.
Ein Sprecher der Polizei erklärte, die jungen Männer seien schwer verprügelt worden, bevor sie den Behörden ausgeliefert wurden. »Sie haben Miss Jonah in Angst und Schrecken versetzt«, sagte er, »es ist verständlich, dass der Vater und die Brüder des Mädchens darüber aufgebracht waren.« In Freetown geht nach der Ermordung von fünf Frauen die Angst um. Die Opfer wurden vergewaltigt und mit Macheten verstümmelt.
In zwei Fällen war keine Identifizierung der Toten möglich. »Man wird ihre Namen vielleicht nie erfahren«, sagte Inspector Alan Collins von der Kriminalpolizei Manchester, der dem Ermittlerteam als Berater zur Seite steht. »Durch den Bürgerkrieg wurde beinahe die Hälfte der viereinhalb Millionen Einwohner dieses Landes vertrieben, und wir haben keine Ahnung, aus welcher Region diese Frauen kamen.«
Er bestätigte, dass ein Gesuch um fachmännische Unterstützung durch einen britischen Pathologen zurückgezogen wurde. »Meines Wissens haben Gberebana, Bunumbu und Momana umfassende Geständnisse abgelegt. Die Ermittler sind überzeugt, dass sie die richtigen Männer in Gewahrsam haben.«
Die drei jungen Männer wurden ärztlich behandelt, bevor sie ins Gefängnis in der Pademba Road überstellt wurden, wo sie nun auf ihren Prozess warten.

Paddy's Bar

Ich weiß nicht, ob diese Story von der europäischen und amerikanischen Presse aufgegriffen wurde. In Südafrika zeigte man ein gewisses Interesse dafür, aber wohl nur weil Mord und Vergewaltigung in diesem Land schon seit geraumer Zeit ein massives Problem waren. Ich wurde wenig später nach Asien versetzt und erfuhr nie, wie der Prozess ausging. Ich nahm an, die jungen Männer seien verurteilt worden, allein schon weil in Sierra Leone für ein gerechtes Verfahren genauso wenig Geld da ist wie für alles andere. Selbst wenn das Gericht die Kosten für einen öffentlich bestellten Verteidiger aufgebracht hätte, hätten die Schuldgeständnisse und die drastischen Einzelheiten der Morde so oder so zu einer schnellen Verurteilung geführt.
Ich weiß, dass Alan Colli ns die Anklageerhebung gegen die drei Jungen kritisch sah, aber er konnte nichts weiter tun, nachdem sein Vorschlag, einen er fahrenen Pathologen hinzuzuziehen, abgelehnt worden war. Er befand sich in einer schwierigen Position - mehr Beobachter als Berater - und war nur noch zwei Wochen im Land, weil sein Dienstauftrag auslief. Hinzu kam, dass die Jugendlichen mit ihren Aussagen zum Tathergang ihr Schicksal selbst besiegelten. Dennoch blieb Alan skeptisch.
»Sie waren gar nicht vernehmungsfähig«, erzählte er mir. »Amies Vater und Brüder hatten sie brutal zusammengeschlagen. Sie hätten alles gesagt, was die Polizei von ihnen hören wollte, nur um nicht noch einmal so eine Abreibung zu kassieren.«
Auch die Leichen gaben ihm zu denken. »Ich war an zwei Tatorten«, sagte er, »und weder im einen noch im anderen Fall sah es mir nach mehreren Tätern aus. Die Frauen hockten, als man sie fand, zusammengekauert in einer Zimmerecke, beide mit furchtbaren Schnittwunden an Kopf und Schultern und Abwehrverletzungen an den Armen. Ich hatte den Eindruck, dass sie versucht hatten, sich vor einem Einzeltäter zu schützen, der von vorn angriff. Mehrere Täter wären von allen Seiten auf sie eingedrungen.«
»Können Sie etwas tun?«
»Wenig. Seit die jungen Männer gestanden haben, interessiert sich niemand mehr für sie. Ich habe einen Bericht geschrieben und auf die Ungereimtheiten hingewiesen, aber in Freetown gibt es kaum Ärzte, geschweige denn Gerichtsmediziner.« Er lächelte trübe. »Man scheint allgemein der Ansicht zu sein, dass sie ihre Strafe verdient haben. Schließlich gibt es ja keinen Zweifel, dass sie die kleine Amie entführen wollten.«
»Angenommen Sie haben Recht - wird der Mörder nicht wieder zuschlagen? Und wird das dann die jungen Männer nicht entlasten?«
»Das kommt darauf an, wer er ist. Wenn es ein Einheimischer ist, dann kann man damit rechnen - aber wenn er zum Ausländerkontingent gehört ...« Er zuckte mit den Schultern. »Ich vermute, dann wird er sein Betätigungsfeld anderswohin verlegen.«
Dieses Gespräch bestärkte mich in meinem Verdacht gegen John Harwood. Als man mich in Paddy's Bar, einem Nightclub in Freetown, das erste Mal auf ihn aufmerksam machte, wusste ich sofort, dass ich ihn schon einmal gesehen hatte. Ich überlegte, ob es 1998 in Kinshasa gewesen war, als ich über den Bürgerkrieg im Kongo berichtete.


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